Das Nachtbuch

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Schreibwahnsinn

Noch mehr Schoten

Die Sammlung mit Ruhrpott-Geschichten "'n paar Schoten", die der SchreibLust-Verlag im April 2008 veröffentlicht hat, ist zu einem Langzeit-Hit im geworden.

Exakt vier Jahre später ist es soweit. Unter dem Titel "Noch mehr Schoten" bringt der Verlag - erneut unter der Herausgeberschaft von Heike Wulf - die zweite Ruhrgebiets-Anthologie heraus. In den 31 Geschichten geht es um einen Bayern-Fan in einer Ruhrpott-Kneipe, eine Frau auf Grubenfahrt oder einen Flaschensammler, der auf Hochprozentiges spart, um nur einige Beispiele zu nennen.

Lasst euch überraschen und erfahrt , dass es in der Gegend zwischen Lippe und Ruhr, zwischen Rhein und Sauerland weit mehr gibt als Borussia und Schalke, Kohle und Bier, Stahl und schöne Mädchen - aber auch das.

Und ich bin mit einer Story mit dabei :-)

Hier bestellen


Nickname 12.05.2012, 11.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Schöner Rückblick

Harry Michael Liedtke hat einen schönen Rückblick von der Lesung Wendepunkt gebracht. Hier nachzulsen: RuhrStadt-Netzwerk.

Nickname 18.04.2011, 20.42 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Sylvia liest

Wendepunkt W
Lesung mit Jochen Ruscheweyh und Sylvia Seelert
Musik: Cris López (Gitarre)

Das Leben ist wie ein Funktionsgraph: An den Stellen W ändert es seine Krümmung. Es schwenkt von oben nach unten oder umgekehrt. Die Summe menschlicher Sehnsüchte fließt in diesem einen Punkt zusammen und bringt den Wechsel. Sylvia Seelert und Jochen Ruscheweyh ermitteln mit ihren Geschichten solche Wendepunkte. Sie suchen nach Vorzeichen, spüren Gegensätze auf und loten die Extremstellen aus. Am Ende treffen sie auf Menschen, wie du und andere, die letztendlich Suchende sind und nichts anderes wollen als ein Stück Identität. Cris López greift diese unterschiedlichen Formen der Dynamik menschlichen Daseins und Strebens in seinen Zwischenspielen mit der Gitarre auf und interpretiert sie in den Farben des Flamencos. Denn der Flamenco ist ebenso ein Spiel mit Wendungen in Melodik und Harmonik. Und so wird die Musik zum Zwischenruf und verstärkt das Gehörte.

Ort: k.gallery, Rottstraße 15, 44793 Bochum - www.k-gallery.eu
Zeit: 19.30 Uhr

Nickname 16.03.2011, 19.48 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

unerwartet

Wie sagte Captain Picard mal so schön: Erwarte das Unerwartete. Denn damit hätte ich nicht gerechnet: 1. Platz bei SchreibLust. Zumal ich mit der Geschichte bis zum Ende unzufrieden war.
Die Geschichte vom Januar erscheint übrigens jetzt im Mai. Die SchreibLust-Ausgabe kann auch schon hier bestellt werden.

Nickname 01.05.2008, 10.57 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

zufrieden

Endlich habe ich mal wieder eine Kurzgeschichte geschrieben. Eine zweite wartet in meinem Kopf darauf, endlich auf das Papier zu dürfen. Ich bin zufrieden. Ja, wirklich. Es mag nicht Nobelpreis-verdächtig sein, aber ich habe sie zu Ende geschrieben. Sie liest sich stimmig, der Stil wird besser. Es macht mir wieder Spaß.

Nickname 14.02.2007, 22.37 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Heute schon Phrasen gedrescht?

Mal wieder eine Schreibblockade? Die Worte wollen sich nicht wirklich auf dem weißen Blatt Papier zusammenfügen? Dann einfach mal die Phrasendreschmaschine anwerfen ...

Die subversive Identifikationsinnovation ausserhalb der sinkenden Entsolidarisierungsleistung gehört zu der erschwerenden Emotionalisierungsverwaltung .

Auch probieren? Hier klicken:
Phrasengenerator
Phrasendreschmaschine

(via Sprachblog)

Nickname 09.02.2007, 23.16 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Zwischen Eiern und Zahnpasta

Als ich um die Ecke der Kirche biege, steht sie vor einem dunkelroten Van. Die Ladeklappe ist offen. Kisten mit Brot und Gemüse stappeln sich darin. Sie schaut auf die Uhr und nimmt ihr Handy in die Hand. Das ist meine Kontaktperson, denke ich und gehe zielstrebig auf sie zu. Wir schütteln uns die Hand - die Referentin und ich. Der zunächst geplatzte Vormittagstermin hat sich spontan in einen Abendtermin verwandelt. Ich hatte gehofft, das Projekt nächste Woche in Ruhe begleiten zu können. Doch durch die Weihnachtsfeiertage ist alles um eine Woche nach vorne verschoben worden. Nur gut, dass ich dies von der Referentin heute erfahren habe. Entsprechend habe ich umdisponiert.

Die Referentin erweist sich bisher als wahrer Goldschatz. Sie ist genauso, wie ich sie mir nach unserem Telefonat von heute morgen vorgestellt habe. Mit der gewissen Trägheit einer korpulenten Frau und doch voller Engagement. Man hüte sich davor Menschen nach Äußerlichkeiten zu beurteilen. Ich tue das schon lange nicht mehr. Es sind nach wie vor die Taten, die zählen.

Ein Tag vor der Verkaufsaktion werden die Waren in den Laden gepackt. Ich nutze dies für ein Foto-Shooting. Die Details zum eigentlichen Projekt werde ich mit ihr zu einem späteren Termin besprechen. Jetzt will ich mich auf das Fotografieren konzentrieren und Atmosphäre in mich aufsaugen.

Lebensmittel werden zu günstigen Preisen an Menschen verkauft, die am Rande des Existenzminimums leben. Da hier die Schamgrenze der Menschen sehr hoch ist, werde ich nicht die Chance erhalten, während der Verkaufsaktion an sich zu fotografieren. Daran lässt die Referentin keinen Zweifel. Ich bleibe jedoch hartnäckig in dem Punkt, dass ich dann zumindest ein Gespräch mit einem der Bedürftigen haben will. Ich sichere Diskretion zu. Namen kann man ändern. Ich weise darauf hin, wie wichtig es ist, das Projekt auch aus der Sicht der Betroffenen zu schildern. Die Referentin bemüht sich. Versprechen kann sie nichts.

Das Fotografieren klappt ganz gut. Es ist eine lustige Truppe, die das Einsortieren in die Regale vornimmt. Sorgfältig wird alles geprüft. Gammelware wird nicht verkauft. Die Kamera schnurrt gegen das kalte Neonlicht in den Verkaufsräumen an. Zahnpasta, Obst, Gemüse, Reis. Am Ende liegt alles wohlsortiert an seinem Platz. Ich bin zufrieden mit den Fotos. Sie geben einen ersten Eindruck wieder, was sich hinter den Kulissen abspielt.



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Morgen bin ich noch einmal da. Für den zweiten Teil der Fotoserie. Leider nicht in dem Zeitrahmen, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Die Umstände haben sich vehement gegen mich verschworen. Nächste Woche wäre einfacher gewesen. Doch was soll ich lamentieren? Ich mache schlicht das Beste aus der Situation.

Die Referentin verabschiedet mich mit einem Lächeln. "Was Sie da an Zeit investieren", sagt sie noch zu mir. "Für eine gute Reportage muss das einfach sein. Außerdem macht mir das auch Spaß", antworte ich ihr und meine jedes Wort ernst. Von der Spannung erzähle ich ihr nichts. Die Aufregung, die in meinem Bauch flatterte, auf dem Weg zu diesem Fototermin, erwähne ich ebenso wenig. Fleißig kritzele ich weitere Informationen in mein Büchlein. Weitere Puzzleteile. Wie wird die Geschichte am Ende aussehen? Ich weiß es noch nicht. Es ist lediglich eine Ahnung in meinem Kopf. Noch fehlen wichtige Teile. Und so bleibt es weiterhin spannend ...

Nickname 05.12.2006, 23.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL

geschoben ...

... wurde ein wichtiger Termin. Das bringt mich in Terminschwierigkeiten. Nun kann ich ihn nämlich an diesem Tag nicht halten. Also morgen wieder hinter das Telefon klemmen, neuen vereinbaren. Möglichst noch diese Woche. Ich will in der Sache schnell weiterkommen, um mein Puzzle zusammensetzen zu können ...

Nickname 04.12.2006, 21.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Erstkontakt

Der neue Schreibauftrag ist da. Aufgeregt lausche ich den Informationen, die mir mein Telefon ins Ohr scheppert. Hastig zerre ich einen Zettel aus dem Stappel auf meinem Schreibtisch hervor. Es ist die letzte Rechnung von Amazon. Unter der CD- und Wörterbuchbestellung krizele ich Stichworte zum Thema. Als das Telefon wieder schweigt, weiß ich: Nun beginnt das Puzzlespiel!

Informationen sammeln und den Erstkontakt herstellen. Ich recherchiere zum Grundthema im Internet. Dabei frage ich mich, wie haben Journalisten voher ohne das WWW recherchiert? Ich versuche mehr über den Laden herauszufinden, um den es geht. Bevor ich mich auf die Spur des richtigen Ansprechpartners begebe, möchte ich einfach mehr über das Projekt wissen.

Das Internet weigert sich hartnäckig, mir relevante Daten zu den eingetippten Suchbegriffen auszuspucken. Also klemme ich mich hinter das Telefon. Die erste Nummer ist eine Niete. Kein Anschluss unter dieser Nummer, erzählt mir eine gelangweilte Frauenstimme. Die zweite Nummer hat überhaupt nichts mit dem Projekt zu tun. Die Dame ist jedoch sehr freundlich. Sie verweist mich an die zuständige Kirchengemeinde. Dadurch kann ich gleichzeitig meinen Suchmodus im Internet verfeinern. Bingo. Diesmal lande ich einen Treffer. Nun erfahre ich auch, warum die erste Nummer nicht funktioniert hat. Die Diakonie ist aufgelöst worden. Für einen Anruf im Gemeindebüro ist es bereits zu spät. Ich versuche es am nächsten Tag.

Auch diese Dame ist sehr freundlich, leider immer noch nicht mein richtiger Ansprechpartner. Sie verweist mich an Herrn R., der jedoch erst am nächsten Morgen zu erreichen ist. Da bin ich in einem Seminar. NKF - Neues Kommunales Finanzmanagement. Rasend spannend. Jedoch wichtig für meinen Hauptjob. In der Pause schleiche ich mich mit meinem Handy nach draußen. Herr R. geht nicht ran. Mist. Ich ackere mich im Seminar weiter durch SoPos (Sonderposten) und RAPs (Rechnungsabgrenzungsposten), stelle einen Finanz- sowie Ergebnisplan auf und berechne Abschreibungen. Mein Handy klingelt. Ich hatte es nicht abgestellt. Herr R. ruft zurück. Hastig schnappe ich mir Block und Stift, stürze nach draußen. Bleibe dabei am Stuhl hängen, der zu Boden donnert. Peinlicher kann man wohl kaum in einem Seminar zur Ruhestörerin mutieren. Ist mir in dem Moment egal. Daher ignoriere ich den verdutzten Blick des Seminarleiters und schlage die Tür hinter mir zu.

Herr R. ist endlich zuständig für das Projekt, über das ich schreiben soll. Er ist ein recht einsilbiger Gesprächspartner. Ich bitte um einen persönlichen Gesprächstermin. Er stimmt zu, will aber die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit dabei haben. Oh ha, das klingt ein wenig nach Schwierigkeiten. Aber der Erstkontakt ist hergestellt. Das weitere muss ich offensichtlich mit Charme und Hartnäckigkeit regeln. Schließlich will ich eine Geschichte haben - und keine Referentin.
Ich ergänze meine Notizen. Puzzleteile von Informationen. Am Ende wird daraus eine Reportage zusammengesetzt. Nicht aus allen Teilen. Ich will schließlich ein Bild haben und kein überfrachtetes Muster. Innerlich notiere ich mir dazu, dass ich wohl mehrere vor Ort Termine benötige, um die Geschichte zu finden, die mir vorschwebt. Je nachdem, was sich machen lässt. Es bleibt spannend...

Nickname 02.12.2006, 20.00 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

"Schreiben braucht Training"

Die Verlage ersticken unter unverlangt eingesandten Manuskripten. 8% der Deutschen schreiben angeblich, das wären immerhin 6 Millionen Autorinnen und Autoren. Und natürlich will jeder, der schreibt, veröffentlich werden. Eine Unzahl von Büchern und Internetratgebern wollen hier Hilfe geben. „Wie finde ich einen Verlag?“ ist die wohl häufigste Frage von Nachwuchsautoren... (mehr)

"Schreiben - Das unbekannte Geschäft" - so titel Hans Peter Roentgen seinen Artikel. Und recht hat er. Zu viele Illusionen werden mit dem Literaturbetrieb verbunden. Schreiben will gelernt sein. Ein Handwerk. Sicherlich benötigt man ein gewisses Geschick - wie für alle handwerklichen Tätigkeiten. Aber vor allem braucht man den Willen zu lernen, zu üben und zu wachsen.

Wenn ich erzähle, dass ich schon seit dem 14. Lebensjahr schreibe, dann bekommen viele große Augen. Ich denke dann immer schmunzelnd an die vielen Kladden, die ich mit Gedichten vollgekritzelt habe. Hinzukommen diverse Zettel, Arbeitsunterlagen und sonstige Papierschnipseln, die immer dann herhalten mussten, wenn das Wortweben über mich kam. Und natürlich mein Blog. Wenn ich ich das alles zusammenzähle, müsste sich die Anzahl der Gedichte zwischen 400 und 500 einpendeln.
Bei den Prosatexten ist eine Schätzung schwieriger. Verteilen sie sich doch in diversen Aktenordern - virtuell wie real.

Besonders gerne erinnere ich mich dabei an meine erste bezahlte Veröffentlichung im Alter von 16 Jahren. Damals habe ich Perry Rhodan gelesen. Es gab eine Story-Ausschreibung, zu der ich die vollkommen bizarre Geschichte vom "Großen Gurk" hingeschickt habe. Sie wurde tatsächlich veröffentlicht. 50 DM bekam ich dafür und einen lieben Brief von Horst Hoffmann, dem damaligen Redakteur der Serie.
Es war das erste Mal, dass ich nicht für mich, sondern für Leser geschrieben habe.

Und genau das ist auch der Drehmoment für das Veröffentlichen. Für eine Leserschaft schreiben. Ich muss nicht nur das stilistische Erlernen, sondern meine handwerkliche Auftragsarbeit zur Kundenzufriedenheit abwickeln.
Unter diesem Gesichtspunkt reduziert sich dann der Wust an Texten, die sich bei mir angesammelt haben. Denn ich habe in der Vergangenheit ausschließlich für mich geschrieben. So gesehen habe ich mich selbst unterhalten. Ich betrachte es aber eher als eine Zeit des Reifens.

Den Beschluss, mein Schreiben zu professionaliseren, habe ich im letzten Jahr gefasst. Dabei war mir durchaus klar, dass dies ein langer Weg wird. "Schreiben braucht Training", wie es im Artikel von Hans Peter Roentgen heißt. Üben bis der Stift explodiert - oder der Kopf. Ohne die feste Überzeugung, es zu können und auch zu wollen, geht gar nichts. Dafür ist es ein zu hart umkämpftes Geschäft.

Ich kann und ich will. Mancher aus meinem Freundeskreis weiß aus eigener Erfahrung: Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann weiche ich davon auch nicht ab. Widderdickschädeligkeit. Und wenn ich zurückschaue, was alles seit meinem Beschluss passiert ist, dann bin ich zufrieden mit mir. Ich konnte schneller etwas veröffentlichen, als ich es geplant und für möglich gehalten habe. Es bleibt die Spannung, wohin dieser Weg mich noch führen wird...

Nickname 18.11.2006, 12.48 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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Huhu Sylvia, Dankeschön. Ich wünsche Dir auch
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Ein bißchen zu spät, aber daran gedacht habe
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11 Monate hast Du nun schon Blogpause!!
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Ich möchte Dir nur mal die magische Zahl 115
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Ich hoffe Du hattest so schöne Ostertage!Hab
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